Neurodermitis ist neben Asthma und verschiedenen Allergien eine der Krankheiten, die Reiche öfter heimsucht als Arme. Das liegt an den vermuteten Auslösern für diese Krankheiten. Denn vor allem eine Kindheit in behüteter und stark hygienischer Umgebung scheinen die Entwicklung dieser Krankheiten stark zu beeinflussen.

Kinder, die bereits in früher Kindheit verschiedenen Bakterien ausgesetzt waren, entwickeln deutlich seltener Krankheitssymptome. Doch kann man diese Erkenntnis auch für die Bekämpfung der Neurodermitis nutzen?

Die frühkindliche Phase ist entscheidend

Leider muss man sagen, dass die besten Chancen in der Kindheit liegen. Gerade Kinder, die in ihrer Frühkindlichen Phase regelmäßig in Kontakt mit verschiedenen Stoffen und Bakterien gekommen sind, entwickeln einen gewissen Schutz vor den Zivilisationskrankheiten wie Neurodermitis. Gut zu beobachten ist das zum Beispiel bei Kindern, die auf einem Bauernhof aufwuchsen. Allergien oder Neurodermitis ist bei diesen Personen auch in späteren Jahren kaum vorhanden. Doch wie man dieses Wissen für die Bekämpfung einer bereits ausgebrochenen Neurodermitis sinnvoll einsetzen kann, wenn vor allem die Kindheit entscheidend ist, ist immer noch umstritten.

Dem Hygienewahn entgehen

Um eine wirkliche Auswirkung auf die eigene Neurodermitis zu spüren, müssen mehrere Faktoren zusammengenommen werden. Vor allem muss der Körper lernen mit einer Vielzahl körperfremder Stoffe klar zu kommen, ohne darauf mit einem Allergie- oder Neurodermitisschub zu reagieren. Neben allen Pflegemaßnahmen für die betroffenen Stellen, sollten sich betroffene also langsam an eine deutlich geringere Hygiene gewöhnen. Das soll nicht bedeuten, dass man sich nicht mehr waschen sollte, sondern vor allem, dass man der Natur wieder offen gegenüber steht. Kinder machen es vor: Fällt ein Lutscher zu Boden, stecken sie ihn in der Regel sofort wieder in den Mund. Was für viele ekelig klingt ist eine einfache Möglichkeit dem Körper neue Reize zuzufügen. Sich also frei in der Natur zu bewegen und sich den Einflüssen derselben auszusetzen, kann helfen das Immunsystem gezielt zu trainieren. Immer neue Reize ohne Auswirkungen sorgen für ein stabileres und vor allem gut reagierendes Immunsystem und lindern oftmals die extremen Auswirkungen der Neurodermitis. Weitere Informationen und hilfreiche Ratschläge kann man unter www.neurodermitis-hautwissen.de nachlesen.

Nicht heilbar – aber gut abzufedern

Auch wenn die Neurodermitis nie gänzlich verschwinden wird, kann man durch eine gezielte Stimulierung des eigenen Immunsystems viele Auswirkungen der Neurodermitis verringern. Dazu ist nicht viel nötig. Anstatt sich in der eigenen antiseptischen Welt abzuschotten, sollte man den eigenen Körper langsam wieder daran gewöhnen sich mit den Bakterien und Schadstoffen der Natur auseinander zu setzen und selbstständig mit diesen fertig zu werden. Denn ein starkes Immunsystem sorgt für den Körper und stellt oftmals die schlimmen Überreaktionen wie Neurodermitis selbstständig ein, bzw. fährt die Intensität dieser Reaktionen deutlich zurück.