Globuli sind Streukügelchen, die in verschiedenen Potenzen im Bereich der Alternativmedizin Verwendung finden und hier ihren Ursprung in der von Samuel Hahnemann entwickelten Homöopathie haben.

In der Homöopathie gilt die sogenannte “Ähnlichkeitsregel”, nach der Ähnliches mit Ähnlichem behandelt wird. In der unverdünnten Form des jeweiligen Stoffes würde dieser laut Hahnemann genau die Beschwerden hervorrufen, welche in der verdünnten, potenzierten Form aber genau diese lindern soll.

Globuli können in akuten Zuständen einer Erkrankung, zum Beispiel einer Erkältungskrankheit, eingesetzt werden oder aber auch vorbeugend zur Stärkung des Immunsystems eingenommen werden. Im Gegensatz zu vielen schulmedizinischen Medikamenten werden die Symptome aber nicht unterdrückt, sondern zunächst einmal verstärkt, um die Selbstheilungskräfte des Körpers anzuregen. Dies bezeichnet man als “Erstverschlimmerung”, die aber ein gutes Zeichen dafür ist, dass das passende Konstitutionsmittel gewählt wurde. Es ist also wichtig, dass man die Globuli mit Bedacht wählt, damit das Wirkspektrum zu möglichst vielen Beschwerdebildern des Patienten passt.

Ursubstanzen gegen Erkältung

Während bei akuten Erkältungszuständen vor allem die Ursubstanzen Aconitum, Belladonna, Silicea terra und Bryonia zum Einsatz kommen, die jeweils besonders gut gegen bestimmte Erkältungssymptome wirken, setzt man zur Vorbeugung von Erkrankungen, also zur Stärkung des Immunsystems, gerne Kalium iodatum, Kalium phosphoricum oder Kalium sulfuricum ein. Bei selbst ausgewählten homöopathischen Mitteln eignen sich die Potenzen D1 und D6, bei höheren Potenzen sollte zunächst Rücksprache mit einem erfahrenen Homöopathen gehalten werden.

Niedrigpotenzen mit hoher Wirkung

Bei Niedrigpotenzen werden zur Stärkung des Immunsystems dreimal täglich fünf Globuli eingenommen. Diese sollten ca. 20 Minuten vor dem Essen eingenommen werden. Dabei werden die Globuli bestenfalls unter die Zunge gegeben, ohne sie vorher mit den Fingern berührt zu haben, z.B. mithilfe eines Plastiklöffels. Ohne die Globuli zu lutschen, lässt man sie einfach langsam im Mund zergehen. Der Wirkstoff geht so am besten direkt in die Mundschleimhäute über. Zudem sollte man während einer Behandlung mit Globuli den Verzehr von starkem Kaffee und die Verwendung von scharfen Zahnpasten oder Mundwasser vermeiden, da sonst die Mundschleimhaut negativ beeinflusst wird und die Aufnahme der Globuli nicht optimal gegeben ist.