Die Häufigkeit atopischer Erkrankungen hat in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen. Zu den atopischen Erkrankungen zählen Asthma bronchiale, Neurodermitis und Heuschnupfen. All diese Erkrankungen treten oftmals im Zusammenhang mit einer Allergie auf, können jedoch selten allein durch das Weglassen des Allergieauslösers geheilt werden.

Atopische Erkrankungen – Was bedeutet das?

Der Begriff “Atopie” stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie “am falschen Platz”, kann jedoch auch mit “merkwürdig” übersetzt werden. Damit wird umschrieben, wie merkwürdig es ist, dass der menschliche Körper auf eigentlich harmlose Umweltstoffe allergisch reagiert. Unter der Bezeichnung “atopische Erkrankungen” werden die Neurodermitis – auch als atopische Dermatitis bekannt-, das Asthma bronchiale und der Heuschnupfen zusammengefasst. All diese Erkrankungen lassen sich mithilfe von Allergietests und ärztlichen Untersuchungen diagnostizieren. Personen, bei denen keine sichtbare, behandlungsbedürftige Erkrankung auftritt, können dennatopische Merkmale zeigen. Charakteristisch hierfür sind eine doppelte Lidfalte unter dem Auge, Juckreiz und Brennen durch Schweiß und eine Wollunverträglichkeit. Man spricht dann von einer atopischen Konstitution.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Eine atopische Konstitution verursacht in der Regel zwar keine Beschwerden, es kann jedoch dennoch wichtig sein, festzustellen, ob eine Neigung zur Entwicklung von Allergien besteht. Wer beispielsweise einen Beruf mit hohem Risiko für eine Allergieentwicklung ergreifen möchte, sollte sich vorab ärztlich untersuchen lassen. Die Therapiemöglichkeiten bei Neurodermitis und anderen atopischen Erkrankungen sind sehr vielfältig, es gibt jedoch kein Heilmittel, das allen Betroffenen hilft. Wer unter Neurodermitis leidet, sollte versuchen herauszufinden, wann sich die Beschwerden verschlimmern. Bestimmte Nahrungsmittel, Kälte, Hitze und psychische Belastungen können ein Auslöser sein. Weitere Therapiemöglichkeiten bei Neurodermitis sind eine sorgfältige Hautpflege, um die Schutzbarriere der Haut zu stärken. Bei der Behandlung von Asthma bronchiale kommen in der Regel entzündungshemmende Medikamente zum Einsatz. Bei Heuschnupfen wird der Allergieauslöser in der Regel gemieden. Zudem können Medikamente und eine spezifische Immuntherapie zum Einsatz kommen.

Betroffene müssen Symptome beobachten

Für atopische Erkrankungen gibt es bislang kein Allheilmittel. Betroffene müssen oftmals einen langen Leidensweg in Kauf nehmen, ehe sie wissen, wie sie ihre Beschwerden lindern können. Sie sollten die Symptome daher gut beobachten und in einem Tagebuch festhalten, nach welchen Mahlzeiten, welchen Klimaverhältnissen und welchen Belastungen Ihre Probleme auftreten.