Die heutige Welt ist schnelllebig und ruhelos. Um in ihr zu Recht zu kommen, müssen oft Lebensweisen angenommen werden, die weder das Immunsystem noch die psychische Struktur eines Menschen stärken und fördern. Daher ist ein kritischer Blick wichtig, um gerade Kinder vor physischen und psychischen Überbelastungen zu schützen, damit sie gesund aufwachsen können.

Wenn das Gleichgewicht verrückt spielt

Werden Krankheiten durch eine Fehlfunktion des Immunsystems hervorgerufen, sollte die wirkliche Ursache des Problems gesucht und nicht nur am Symptom gearbeitet werden. Das Immunsystem besteht aus vielen Zellen, die von der Natur für ein entsprechendes Verhalten im Krankheitsfall programmiert sind. Treten sie nicht wie vorgesehen in Aktion, spricht man von einer Fehlfunktion.

Diese werden durch unter anderem häufig durch Gefühle verursacht, denn die Reaktion eines Menschen auf seine Umgebung bewirkt den Ausstoß von Botenstoffen. Das Gehirn sendet in allen Situationen Substanzen in den Blutkreislauf. Wut setzt beispielsweise bestimmte Stoffe frei, die einem Menschen eine Abgrenzung ermöglichen oder ihn in Angriffsstimmung versetzen. Angstempfindungen sorgen dagegen für die Ausschüttung bewegungshemmender Substanzen, damit der Mensch sich innerhalb der Situation „verstecken“ kann.

Immunität beginnt in der Psyche

Das Immunsystem Ihres Kindes ist eng mit der Psyche verknüpft. Angst und dauerhafter Erwartungsdruck zeigen vielleicht nicht sofort körperliche Auswirkungen. Aber die ständigen Veränderungen der Blutzusammensetzung aufgrund emotional bedingter Hormonausschüttung bewirken allmähliche Organveränderungen. Dieser Prozess ist schleichend, trotzdem stehen spätere Erkrankungen wie Neurodermitis, Migräne und Asthma in Verbindung mit diesen emotionalen Erfahrungen.

Daher sorgen nicht nur eine gesunde Ernährung und genügend Bewegung für ein natürliches Aufwachsen Ihres Kindes, jede Gefühlsregung bewirkt Harmonie oder Ungleichgewicht. Ein Leben, das von dauerhaften und meist unerreichbaren Erwartungen geprägt ist, sowie eine lieblose und ausschließlich leistungsorientierte Umgebung schaden einem Kind mehr, als im ersten Moment angenommen wird.
Liebe ist der Anfang

Negative Gefühle lassen sich im Leben nicht verhindern und haben in kurzzeitiger Auswirkung auch keine negativen Folgen für Körper und Seele. Ist Ihr Kind aber dauerhaft einem Klima voll emotionaler Kälte sowie physischem und psychischem Druck ausgesetzt, sollten Sie dieses Umfeld Ihrem Nachwuchs zuliebe in Frage stellen. Denn Ihr Kind kann sich nur an einem Ort entfalten, an dem es sich willkommen fühlt.